René Vögtli B.L.O.G. 
 
 
 
19.04.2010 um 20:24:

Eigentlich ….

Eigentlich wollte ich noch vor meiner Abreise nach Griechenland, wo ich in der Zwischenzeit nicht nur gelandet sondern sogar auf „unserer“ Insel schon angekommen bin (man erinnere sich, das bedarf jeweils einer Anlaufzeit – siehe: Waschhäuschen) über dieses und jenes hier im Blog berichten. Zum Beispiel das Thema „Mind over matter“ d.h. Geist geht der Materie voraus, sprich: was wir denken wird unsre Realität. Oder – im Umkehrschluss – alles was wir Realität nennen ist das Produkt von Gedanken, die irgendeiner – so jemand wie Du und ich – gedacht hat. Ziemlich schwergewichtig dieses Thema. Nun, es stand (eben als ich vor unlängst darüber sinnierte) im Zusammenhang mit der quantenphysischen Beobachtung, dass der Experimenteur Teil des Experimentes ist, was – und das fand ich äusserst bemerkenswert – in einem deutschen und einem schweizerischen Medienartikel zum Thema „Toyota“ zum Ausdruck kam. Sie erinnern sich, liebe Leser? Genau. Das Gas- bzw. das Bremspedal. Die beiden Artikel waren unabhängig voneinander recherchiert; einer im Spiegel und einer im Tagesanzeiger. Alleine, dass sich derart, nun, wenig-reisserische Publikationen, um nicht konservative zu sagen, mit einer These aus dem Fenster hängen, die es gehörig in sich hat, das finde ich schon beachtenswert. Der Spiegel schrieb gar unter der Überschrift: „Sehnsucht nach Kontrollverlust“ (10/2010). Hey, lassen Sie sich das nochmals auf der Zunge zergehen: Sehnsucht nach Kontrollverlust. Lassen Sie sich ruhig Zeit. Nicht schlecht, oder? Gefahr in Verzug! Gefahr, vom Thema abzuweichen. Also. Sie haben gehört, dass Toyota-Autos ausser Rand und Band geraten sind und dass das Unternehmen – übrigens ein wahrlich visionäres zu den Gründerzeiten und nun, vielleicht, mit dem Urenkel des Gründers wieder in den Händen eines Visionärs (googlen Sie) – mit den selbstständig gewordenen Fahrzeugen an den Rand des Ruins getrieben wurde. Sicherlich haben Sie, vor allem die Toyota Fahrer unter Ihnen, sich gewundert, dass die Toyota Wagen in Europa mit derselben Technologie sich nicht verselbständigten. Ja, dieselbe Technologie! Vergessen Sie die Idee, dass sie mit dem Fuss draufdrücken und mit der Kraft ihres Druckes mit einem Drahtseil, Stahlstab oder Derartigem irgendwelche Düsen öffnen und grössere Verbrennung und damit Beschleunigung kreieren, bzw. die Energie beim Bremsen Backen gegen sich drehende Räder pressen und so eine Verlangsamung eintrifft. Längst wird Ihr Fussdruck elektronisch, Computermässig erfasst, berechnet und Signalsendend auf Gas-, bzw. Bremsmechanismen übertragen. Nicht nur in Amerika, auch in Europa und nicht nur bei Toyota sondern auch bei Peugeot oder BMW. Nur, jetzt wird’s lustig, funktioniert das primär in Amerika nicht; dort kommt es zu eigenmächtig davonrennenden Autos, klemmenden Bremsen oder Gaspedalen. Weshalb dort und nicht bei uns? Weil, zurück zu den Zeitungsartikeln, die Amerikaner in eine Art Hysterie sich gegenseitig anstecken können, zu glauben (Geist), dass ihre Autos (Materie) eigenmächtige und selbstbestimmende Kräfte entwickeln können. Ja, im Ernst! Seit es Autos in Amerika gibt, existiert die – amerikanische – Angst, dass das Ding von sich aus in einer Kurve geradeaus fährt, bei einem Bremsmanöver Gas gibt und umgekehrt. Filme wurden über diese Angst über Jahrzehnte gedreht (Spielberg’s erster Film „Duel“ 1971 zum Beispiel) und bei Gerichten wurden immer wieder entsprechende Klagen (bei verschiedensten Autoherstellern – auch amerikanischen) zum Thema „runaway-Car“ (Abhau-Karre) oder „sudden unintended acceleration“ (plötzliche, unbeabsichtigte Beschleunigung) eingereicht. Und nein, es handelt sich dabei nicht um eine billige Entschuldigung weil man geblitzt wurde (die natürlich viele zur Zeitgeisterscheinung passend und opportunistisch ebenfalls vorbrachten), sondern um tatsächlich unerklärliche Unfälle, teilweise mit Todesfolge. Also: die Angst regiert und kreiert und Materie folgt gehorsam. Bislang wurden solche Gedankengänge in die Ecke semi-erleuchteten Esoterikern und Pseudowissenschaftlern gestellt – aber jetzt, Toyota sei dank – erscheinen sie in respektablen Main-Stream Publikationen. Wie ich eingangs erwähnte war ich vor vielen Wochen schon mit Fragen wie „woraus besteht eigentlich Materie?“, bzw. „woraus entsteht eigentlich Energie?“ (genauer: die Energie aus der alle Energie entstand – das was Max Plank anfangs letzten Jahrhunderts als „Geist“ bzw. „intelligenter Ursprung“ nannte oder ich an anderer Stelle mit dem Nullpunktfeld ansprach) von Berufswegen beschäftigt. Zufälligerweise stolperte ich in diesem Prozess über einen relativ unbekannten Wissenschaftsbereich, die Noetik, die sich mit der Kraft unserer Gedanken auseinandersetzt. Diese eher junge Disziplin wird von vielen „ernsthaften“ Wissenschaftlern als Pseudowissenschaft bezeichnet; wohl einfach, weil sie Sprengstoff für so manch ein liebgewordenes Paradigma beinhaltet. Am Locked-in-Syndrom erkrankten Menschen ist das relativ schnurz, denn sie profitieren von diesem Feld massgeblich, hat es doch Computer hervorgebracht, die vom Geist dieser Menschen gesteuert werden und mit dem sie mit der Umwelt, ihrer Aussenwelt, kommunizieren können. Wie gesagt, darüber wollte ich eigentlich berichten, was ich dann aber nicht tat und stattdessen nach Griechenland reiste, wo ich dies hier alles nur als Einführung erzähle ohne wirklich auf dieses Thema weiter einzugehen. (etwa vor 3 vergangenen Wochen und 3 gefühlten Monaten geschrieben)
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