| … was ich auch ganz dringend loswerden wollte.
Oder mindestens schien es mir so als ich vor mehr als einem Monat nun Invictus sah. Ein Film, den ich sehr inspirierend fand und von dem ich denke, dass er einen Einblick, wenn auch nur einen kleinen und möglicherweise ganz oberflächlichen, in die männliche Seele gibt. Mann will ja nur Held sein. Und das wäre wohl ganz gut, wenn man (Mann und Frau) dem nichts in den Weg stellte. Da kommt dann auch ganz Wunderbares daraus heraus. Vielleicht nicht immer, oder allenfalls extrem selten. Mag sein. Aber die Chance besteht. Geblieben sind mir jedenfalls einige Erinnerungen, wie die an Mandela wie er sinngemäss sagte: „Wenn ich Angst davor habe, dass das Volk mich nicht liebt, dann sollte ich abtreten.“ Und natürlich die letzten Zeilen des Gedichtes, die denn lauten: „ … Ich bin der Meister meines Schicksals, der Kapitän meiner Seele.“
Als ich im Kino sass, dachte ich, dass ein Mann der in einer Phase der Lustlosigkeit und des Pessimismus steckt, diesen Film sehen, bzw. die Frau ihn da hin schicken sollte. Aber auch sie sollte ihn sehen, um zu verstehen, wie wichtig und unterstützungswürdige das männliche Held-sein(dürfen) ist.
Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen. Der Nostalgiker in mir, der sich hin und wieder bemerkbar macht, liebt die Besuche in Griechenland, denn jedes Mal klingt aus einem Radio entweder im Taxi, aus einem Kiosk oder im Kaffee Jim Morrison, der mal wieder auf dem Sturm reitet oder durchbricht zur anderen Seite. Vielleicht ein Zeichen wie die Griechen doch noch irgendwo in der Vergangenheit weilen – kein unsympathisches, finde ich. Jim war auch ein Held – wenn auch ein tragischer.
Held sollte nicht mit Krieger gleichgesetzt werden. All zu lange haben Männer den Heldenwunsch andere Männer ausgenützt um sie zum Kriegen zu verführen. Pazifismus und Heldentum gehen gut einher miteinander – ja das eine setzt das andere meines Erachtens voraus. Jim wuchs in dieser Zwickmühle auf, war sein Vater doch ein hoher amerikansicher Militärmann mit einem Gedankentum von dem der Sohn losbrechen musste, wollte und letztlich vielleicht daran zerbrach. "Breakin' through to the other side". Das tat er auch wenn er statt eine Türe zu benutzen letztlich mit dem Kopf durch die Wand ging. |