René Vögtli B.L.O.G. 
 
 
 
13.03.2007 um 16:35:

Wissenschaft

Ich dachte, ich ändere doch mal das Thema. Übrigens, liebe Leser in Deutschland, ich möchte Euch ermutigen jeweils die Namen Schweizerischer Grössen mit Deutschen auszuwechseln. Also zum Beispiel Blocher mit Stoiber oder Achermann mit ..... ach den habt Ihr ja eh schon adoptiert. Und Stoiber ist auch kein gutes Beispiel, ist er doch bald weg. Was soll’s Ihr könnt das besser als ich. Und immer noch nebenbei bemerkt, werte Leser, Sie realisieren, dass man mein Blog oder einzelne Einträge weiterempfehlen kann. Nur zu. Nun zur Wissenschaft. Ich lese ja mit grossem Enthusiasmus die Wissensseiten der Zeitungen und populär geschriebene Wissenschaftsbücher. Zum Beispiel bin ich gerade an den Nachrichten aus einem unbekannten Universum, welches – trotz des Titels – nicht etwa ins Genre von Erich von Däniken gehört. Wobei ich bin ja erst auf Seite 211. Was ich sagen wollte. Der Autor besagten Buches setzt sich mit den ganz grossen Zusammenhängen von Entstehung des Universums, der Erde und der Evolution auseinander. Auf Seite 153 beschreibt er die unterschiedlichsten und teilweise widersprüchlichen Thesen einiger Akademiker zum Aussterben der Saurier vor 60 Millionen Jahren. In einer Passage sagt er etwas zur Wissenschaft an sich, welches ich als das Wort zum Hundertviertausenddreihundertdrei- undzwanzigsten Dienstag erkoren habe: Ob ausschliesslich ein Meteorit für das Artensterben verantwortlich war oder nur ein bisschen nachtrat, als alles schon am Boden lag, wird kaum je erschöpfend zu beantworten sein..... Das Sterben am Ende der Kreidezeit beschäftig uns vor allem darum, weil es durchaus Parallelen zu möglichen Szenarien unserer eigenen Zukunft aufweist. Allzu gerne wüssten wir genau, was damals geschah, um besser auf kommendes Unheil vorbereitet zu sein. Und jetzt kommts, das Wort zum heutigen Tag: Doch Wissenschaft ist die Kunst der Annäherung. Lassen Sie sich also nichts erzählen und misstrauen sie Dogmen. Der Mensch ist zwar ein aufmerksamer, aber eben auch subjektiver Beobachter. Hochrangige Gelehrte bezweifeln, dass wir überhaupt je etwas werden verifizieren können. Was anderes ist ein Beweis als die Summierung gleicher Erfahrungen zu einem allgemein akzeptierten Ergebnis? Nie können wir genügend Versuchsreihen durchführen, um etwas wirklich zu beweisen, denn die Reihe dieser Versuche müsste theoretisch unendlich sein.
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