| Vergessen sie mal Nullen. Denken Sie einfach in Geldbeträgen, die Ihnen geläufig sind und geben sie dem den Begriff „Geld“. Dann gibt es noch Menschen, die sich in anderen Geld Stratosphären bewegen; sie verfügen über „viel Geld“. Einfach nur Geld und viel Geld. Das macht es einfacher, sonst schwimmt Ihnen vor Nullen nur der Kopf.
Wie ich zu den Raubrittern schon anklingen liess, stehe ich den Nullen in der Wirtschaft kritisch aber nicht untolerant gegenüber. Allerdings wenn sie ihre Häufigkeit lediglich durch Unternehmensgewinnoptimierung und Aktionärszufriedenstellung gerechtfertigen, dann ödet das mich an. Jetzt aber entpuppt sich einer von dem es die wenigsten (in Deutschland) gedacht hätten (in gewissen Kreisen der Schweiz ist der Mann ja einem modernen Wilhelm Tell gleichgesetzt) als wahrer Messias.
„Ich glaube nicht mehr an die Selbstheilungskräfte der Märkte“
(anklicken und selber wählen).
Hoppla! Josef (liebevoll Jo oder Seppi genannt) Ackermann sagte diesen Satz! Zum geniessen sich nochmals auf der Zunge zergehen lassen diese Prophezeiung, die ein Plädoyer für die Kooperation dar gibt! Da fragt man sich doch prompt, ob er gar des vielen Geldes wert sei, was ich durchaus bejahen werde, wenn er mit seinem Einfluss diese Erkenntnis auch noch umsetzt. Und dann profitieren nicht mehr nur die Aktionäre der Deutsche Bank sondern ..... es stockt einem der Atem.
Ich weiss nicht, ob der Schweiz ihr Vorzeige self-made Mann zur Erkenntnis, dass das Selbst eben nur in Kooperation mit anderen sich weiterentwickeln kann, im Antlitz der von Amerika ausgehenden Wirtschaftskrise gekommen ist, oder – darauf spekuliere ich eher – dass er, der Geldinteressierte, vom Geldsegen inspiriert Reichwerden! gelesen und als Belohnung sich teuere Rituale gegönnt und dadurch win-win neu definiert hat.
Verlassen wir diese profane Ebene. Aber bleiben wir beim Thema Kooperation. Gehen wir zum Dalai Lama und der momentanen Situation. China und Tibet werden lange Nachbarn bleiben, sagt seine Heiligkeit, und wenn nun die Tibeter die Chinesen als Feinde anschauen – und umgekehrt – dann kommt es der Aussage gleich, dass Tibet lange von Feinden umgeben sein wird. Es sei somit weit besser, die Idee der Feindlichkeit, welche der Geist kreiert hat, loszulassen. In diesem Sinne betet der Dalai Lama für seine „Chinesischen Brüder und Schwestern“ jeden Morgen und drängt die Tibeter, Chinesisch zu lernen, damit sie mit den Chinesen reden können.
In Anbetracht dieser gelebten Nächstenliebe, dieser Hingabe der Gewaltfreien Dialogbereitschaft kann ich mich nur tiefstens verbeugen und mein eigenes bestens tun.
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