| Grundsätzlich ziehe ich Positivmeldungen vor, bzw. ich möchte in meinem Blog nicht nörgeln – das tun ja schon viele – sondern eher neuen Ideen, Querdenkendem und Konstruktivem Platz machen. Einzig, die Grenzen sind manchmal fliessend. So komme ich im Anschluss an meinen letzten Blog-Eintrag, in dem die äusserst vorblidliche Haltung des Dalai Lamas hervorgehoben ist, nicht umhin, mich hier – als Negativbeispiel – darüber zu empören, dass bei uns in der Schweiz zwei Fernsehteams von Chinesischen Staatsdienern an ihrer Arbeit gehindert wurden (eines in Genf an einem WTO Gebäude, welches tibetische Graffiti dokumentieren wollte und eines in unserer Hauptstadt Bern vor der Chinesischen Botschaft, wo ein Interview mit einem Tibeter gemacht werden wollte). Die Unterdrückung eines Volkes und dessen Manipulation durch Propaganda – und die ist der Hintergrund für das im Grunde genommen nebensächliche Scharmützel in der Schweiz und für die scheinheilige Einladung von Journalisten in den Tibet, die sich als ordentlicher Rohrkrepierer heraus kristallisiert hat – diese systematische Verletzung von Menschen und deren Grundrechten ist das genaue Gegenteil von Menschenwürdiger, zivilisierter Kooperationsfähigkeit.
Dass ein Boykott mindestens der Olympia-Eröffnungsfeier als eine gewaltfreie aber ausdruckskräftige Geste von 59% der Schweizer gutgeheissen und dass 65% der Bevölkerung sich für ein Engangement der Schweiz für eine politische Lösung des Tibet-Konfliktes aussprechen, erscheint folgerichtig und ist ein Positivbeispiel zum Thema Kooperation.
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